Die Seite für coole Campingkids 
und solche,  die es noch werden wollen

Neue Folgen von Charly & Coco

Wo sind Uma und Gropi?

„Oh Charly, wir haben es gefunden! Jetzt erinnere ich mich. Das ist der Name von dem Campingplatz“, jubelt Greta und biegt rechts ab. Wenig später kommen sie schon an der Eingangsschranke an. Sie ist geschlossen, aber in dem Häuschen neben der Schranke sitzt jemand. Coco sieht erschrocken aus dem Fenster. Dann springt er von Charlys Schoß und verkriecht sich im Fußraum. „Coco, was ist denn?“, fragt Charly und schaut aus dem Fenster. Aber da ist nichts. Nichts, was einem Angst machen könnte. Kein großer Hund, kein Lärm und auch kein Feuer, vor dem sich Coco immer ein bisschen fürchtet. Schon bald wissen sie, wo Uma und Gropi ihren Wohnwagen aufgestellt haben. Und wenig später haben sie den Wagen geparkt. „Die Sachen lassen wir erst mal im Auto“, meint Greta. Charly springt aus dem Auto. Doch Coco will nicht mit. Er will im Auto sitzen bleiben. „Mama. Was hat denn Coco?“, fragt Charly. Inzwischen macht sie sich richtig Sorgen. Vielleicht ist Coco plötzlich krank geworden. Auch Greta weiß keinen Rat. Sie knipst Cocos Leine an und hebt ihn aus dem Auto. Zitternd lässt er sich von Charly über den Campingplatz ziehen. Uma und Gropi sind nicht draußen, aber ihr Auto ist da. Leise schleichen Greta, Charly und Coco hinter den Wohnwagen. Sie ducken sich, damit man sie nicht aus dem Fenster sehen kann. Nur wenn man gewusst hätte, dass da draußen Charly rumschleicht, hätte man ihre langen Zöpfe entdeckt. Als sie genau unter dem Fenster von der Sitzecke hocken, lugt Charly vorsichtig nach drinnen. Coco lehnt sich zitternd an ihr Bein. Vorsichtig und ganz leise kniet sich Charly zu ihm: „Keine Angst, Coco. Du bist bestimmt bald wieder gesund“, flüstert sie ihm zu. Dann nickt sie Greta zu. Beide müssen grinsen. Sie klopfen an die Wohnwagenwand. Sie hören, dass es drinnen ganz ruhig wird. Noch einmal klopfen sie und Charly kichert. „Nanu, was ist das denn?“, hört sie Uma fragen. „Ha Ha“, lacht Charly laut und springt in die Luft. „Überraschung“, ruft auch Greta. Vor lauter Aufregung bellt Coco mit. Uma und Gropi sehen staunend zum Fenster. Uma klatscht in die Hände und strahlt und Gropi winkt wie verrückt, dass sie reinkommen sollen.

Charly ist krank

Greta sah auf die Uhr. Schon viertel vor sieben und Charly war noch immer nicht im Bad. Da stimmte doch etwas nicht. „Charly“, rief Greta und öffnete die Kinderzimmertür. Ein zaghaftes „Ja“ kam aus dem Bett. „Hast du den Wecker nicht gehört?“ Weiter fragte Greta nicht. Sie fühlte schon mit der Hand Charlys Stirn. Das Gesicht war ganz rot, die Augen waren glasig und Charlys Stimme – das war nur noch ein Krächzen. „Ach du liebe Güte. Du bist ja ganz heiß“, erschrak ihre Mama. „Ich ruf Uma und Gropi an. Dann kommen sie zu dir, Spatz. Ich muss gleich los zur Arbeit.“ Sie stand auf und setzte Charlybär zu ihrer Tochter ins Bett. Charly hob die Decke an, nahm den Teddy in den Arm und deckte sich wieder zu. Dann schlief sie ein. Als sie wieder aufwachte, saß Uma schon an ihrem Bett und streichelte ihre heiße Wange: „Oh weh, oh weh. Du bist ja ein richtiges Glühwürmchen.“ Charly hustete. „Gropi ist mit Coco unterwegs. Er holt meine Nähmaschine hierher. Weißt du, ich wollte heute für unseren Wohnwagen neue Kissen nähen. Das kann ich ja auch hier bei dir machen“, lächelte sie. Und: „Außerdem kaufen die beiden noch ein. Dann koch ich dir nachher eine leckere Hühnersuppe. Aber jetzt bekommst du erst einmal eine Tasse heiße Milch mit Honig.“ „Hm“, machte Charly und schleckte sich schmunzelnd mit der Zunge über die Lippen.

Immer wieder schlief Charly ein. Das Surren der Nähmaschine und das leise Erzählen von Uma und Gropi war so gemütlich und das Fieber machte müde. Sie verschlief den ganzen Morgen. Erst nachdem sie die leckere Hühnersuppe gegessen hatte, ging es ihr ein bisschen besser. Gropi wickelte sie in eine Decke und setzte sie mit an den Tisch im Kinderzimmer. Coco legte sich sofort auf Charlys Füße. Gropi hatte jede Menge Landkarten, einen Block und Stifte ausgebreitet. „Was machst du denn?“, fragte Charly krächzend und hustete. „Ich plane unsere Sommertour“, strahlte sie Gropi an. Neugierig sah Charly auf die Landkarten. Uma brachte Charly ein Malblatt. „Magst du mir helfen? Ich denke, so ein Blumentopf würde doch sehr hübsch zu unseren neuen Kissen aussehen“, meinte sie. Charly nickte und machte sich gleich an die Arbeit.

Charly macht sauber

Charly schlüpfte in ihre roten Gummistiefel. Doch dann zog sie sie gleich noch mal aus. Mama gab ihr die Regenhose. „Sonst bist du nachher pitschnass“, lachte Greta. Als Charly ihren dicken Pullover in die Hose gestopft und die Träger zugemacht hatte, schlüpfte sie wieder in die Stiefel. „So, jetzt kann`s los gehen“, strahlte Charly und sauste nach draußen. Gropi hatte schon den Schlauch aus der Garage geholt und Coco bellte ihn wie wild an. „Er will, dass du das Wasser anmachst“, rief Charly. „Und dann beißt er in den Wasserstrahl. Komm, mach bitte an, Gropi, das ist lustig“, bettelte nun auch Charly. „Nichts da!“, schüttelte Gropi schmunzelnd den Kopf, „erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das gilt auch für dich, Coco!“ Coco hüpfte um ihn herum und wedelte mit dem Schwanz.

Nach den Herbstferien hatten Gropi und Uma den Wohnwagen in den Garten gestellt. Das durften sie, obwohl sie sich den Garten mit ein paar anderen Familien teilten. Denn jeder fand es schön, bei Gropi und Uma die Adventszeit im Wohnwagen zu verbringen. „Es gibt nichts Schöneres, als nach der Arbeit bei euch auf einen warmen Kakao vorbeizukommen“, meinte Frau Recker immer, die Nachbarin aus der ersten Etage. Naja, und Charly und Greta kamen auch fast jeden Abend zum Spielen und Singen vorbei.

 

Doch bevor es soweit war, mussten alle helfen. Gropi und Charly wollten den Wohnwagen von außen schrubben. Charly oben auf dem Dach und Gropi unten drunter. Eine lange Leiter lehnte am Caravan, so dass Charly jederzeit wieder nach unten steigen konnte. Coco stellte sich an die Sprossen und jaulte. „Coco, du kannst hier nicht mit rauf“, sagte Charly schaute mitleidig vom Dach nach unten. Uma putzte gerade die Fenster von innen. Sie sah Coco an der Leiter stehen. Sie legte ihr Fensterleder aus der Hand und ging wortlos ins Haus. Wenig später kam sie mit einem ganzen Berg Kissen wieder nach draußen. Auf dem obersten Kissen balancierte sie eine Butterbrotdose. Sofort streckte Coco seine Nase in die Luft. Er ließ sich auf seine Füße fallen und trabte schnüffelnd hinter Uma her. „Na, mein Coco, das riechst du wohl. Ich dachte, damit dir nicht so langweilig ist, bringe ich dir etwas mit nach draußen.“ Wenig später schon lag Coco schmatzend unter der knorrigen Kiefer und kaute an einem saftigen Knochen.

 

Frohe Weihnachten, liebe Charly

„Hej, du aufgeregtes Hühnchen“, lachte Greta und drehte einen von Charlys langen Zöpfen um ihren Finger. Es klingelte. Charly und Coco sausten zur Tür. Wie immer war Coco zuerst dort. Er bellte fröhlich und sprang um Charly herum, als sie die Tür aufmachte. „Oh“, murmelte Charly. „Na das ist aber keine schöne Begrüßung“, meinte Gropi und nahm Charly auf den Arm. Hinter ihm schlüpfte Uma in die Wohnung. Noch bevor sie Charly richtig sehen konnte, war sie bei Greta im Wohnzimmer verschwunden. Charly schmunzelte: „Ich dachte, es wär der Papa.“ „Das kann ich mir vorstellen. Aber ich bin nur dein alter Gropi und ich entführe dich jetzt und den Coco nehmen wir auch mit.“ Er stellte Charly auf den Boden und angelte ihre Jacke vom Kleiderhaken. „Die Frauen können uns jetzt nicht gebrauchen“, raunte er Charly zu. „Okay“, flüsterte Charly. Sie wusste genau, weshalb sie mit Gropi verschwinden musste. Uma und Mama bereiteten alles für die Bescherung vor. Sie schmückten den Baum, kochten, deckten den Tisch und verpackten noch die letzten Geschenke. „Aber ich wollte so gern sehen, wenn der Papa kommt.“ Sie flüsterte immer noch. Wenn es um Weihnachten ging, wurde ihr richtig feierlich zumute. Da konnte sie beim besten Willen nicht lauter sprechen.

Kaum hatten sie Coco angeleint und die Tür hinter sich zugezogen, klingelte Gropis Handy. Charly sah ihn neugierig an. Papas Stimme hatte sie sofort erkannt. Als er aufgelegt hatte, erklärte Gropi: „Papa sagt, in der Schweiz hat es ganz doll angefangen zu schneien.“ Charlys Augen weiteten sich erschrocken. „Oh nein, er hat nur gesagt, dass er deshalb am Anfang nur sehr langsam fahren konnte. Aber jetzt geht alles gut. In einer Stunde ist er da. Da müssen wir zwei uns beeilen!“, zwinkerte Gropi Charly zu.

Mit zwei großen Tüten und einer kleinen Tragetasche bepackt kamen die drei Zuhause an. Charly hatte auf dem Heimweg versucht, unter den vielen parkenden Autos Papas Wagen zu erkennen. Doch so weit sie sehen konnte, stand sein Auto nicht auf dem langen Parkstreifen vor der Tür. Als der Türsummer surrte, drückte Gropi mit seiner Schulter die Tür mühsam auf. Sofort sauste Coco an ihm vorbei. Oben im Treppenhaus hörte Charly, wer da ihren Coco begrüßte. „Papa“, schrie sie aufgeregt und sauste die Treppe fast genauso schnell nach oben wie Coco.

„Frohe Weihnachten, meine Charly“, sagte Papa und hob sich seine Charly auf den Arm. Coco sprang an seinen Beinen hoch. „Er will auch mit nach oben“, lachte Charly und drückte ihrem Papa einen dicken Kuss auf die Wange.

 

Toll: Hannes hat Ferien! Mitten im Schuljahr, einfach so. Wie das kommt, fragst du dich? Nun, Hannes wohnt im Rheinland, und da wird wie verrückt Karneval gefeiert. Und wenn sowieso alle verrückt sind, kann man nicht zur Schule gehen und lernen. Hannes Mama und Papa gehen in diesem Jahr sogar im Karnevalszug mit. Und Max, Hannes´kleiner Bruder fährt im Bollerwagen einfach mit. Er darf dann "Kamelle" schmeißen. Das sind Süßigkeiten, aber das hast du dir bestimmt schon gedacht. Tja, und weil Hannes frei hat und Charly sowieso mal besuchen wollte... Charly freut sich riesig, dass sie Besuch bekommt. Sie holt mit Gropi und Coco den Hannes so halb ab. So halb, fragst du dich. Ja, so halb. Denn die andere halbe Strecke fahren Hannes´Eltern dem Gropi entgegen. Und genau auf halber Strecke fahren beide Familien von der Autobahn ab und Hannes steigt zu Charly und Coco auf die Rückbank von Gropis Auto. 

Weil Greta, Charlys Mama, auch ein paar Tage frei hat, ist sie zu Charlys Papa in die Schweiz gefahren. Charly, Coco und Hannes machen also bei Uma und Gropi Ferien.

*** ab hier können Kinder weiter lesen, die noch nicht so gut lesen können

Karneval

Charly und Hannes schlafen noch.
Sie durften im Wohnwagen schlafen.
Leise holt Gropi Coco ab.
Sie wollen spazieren gehen.
Uma kommt mit dem Frühstück nach draußen.
Es ist sehr kalt.
Sie schaltet die Heizung im Wohnwagen an.

Dann weckt sie die Kinder.
Nach dem Frühstück gehen alle ins Haus.
Sie wollen den Karnevalszug in der Stadt ansehen.
Deshalb schminkt Uma die Kinder.
Gropi zerzaust ihnen die Haare.
Alle verkleiden sich als Vampir. Auch Uma, Gropi und Coco.
Er bekommt auch einen Umhang.

Am Mittag fahren alle in die Stadt.
Von Mamas Fenster aus können sie toll den Zug sehen.